Direkt zum Inhalt

EUTB-Angebot des mittendrin e.V. Köln

Piktogramm EUTB im Mittelpunkt

Beratungsangebote für Menschen mit einer Beeinträchtigung gab es bisher fast ausschließlich durch institutionelle Stellen, die oft gleichzeitig auch Leistungsanbieter sind. Diese institutionellen Beratungsangebote beraten überwiegend bzgl. der „Sondersysteme“ und haben selten einen inklusiven Ansatz. Ergänzend zu diesen Angeboten steht bei uns die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe der Betroffenen im Vordergrund. 

Der mittendrin e.V. unterhält seit 2008 ein überwiegend ehrenamtlich betriebenes Beratungsangebot für inklusive Bildung. Der Verein wurde von Eltern gegründet, die selbst ein Kind mit einer Behinderung haben. So bringen wir neben unserer fachlichen Expertise auch die Peer-Perspektive von betroffenen Familien in die Beratungsarbeit ein.

Wir verfügen nunmehr über eine 9-jährige Beratungspraxis, die wir als Vorerfahrung in das EUTB-Angebot einbringen. In dieser Zeit haben wir einen großen Erfahrungsschatz gesammelt: Wir haben umfangreiche Kenntnisse zum Umsetzungsprozess der UN-Behindertenrechtskonvention und aller relevanten Bereiche, die dieser berührt: die Politik, die Gesetzgebung, das Handeln von Verwaltungen, die Situation in den Institutionen und die öffentliche Vermittlung.

In unserer Beratungsarbeit verfolgen wir einen inklusiven Ansatz, der das Ziel hat, gemeinsam mit den Betroffenen deren Rechte auf soziale, politische und gesellschaftliche Teilhabe durchzusetzen. Wir haben ein Konzept des Coachings und Empowerments entwickelt, das die Betroffenen in die Lage versetzt, ihre Interessen offensiv wahrzunehmen. 
Ziel unserer Beratungen ist es mit den Betroffenen eine kompetente Strategie zu erarbeiten, damit diese ihren Anspruch auf gesellschaftliche Teilhabe durchsetzen können.

„Hier wird Ihnen geholfen“

Unser Anspruch ist es, dass wir allen Ratsuchenden, die uns kontaktieren, eine Erstberatung auf Augenhöhe anbieten. Unabhängig davon wo sie wohnen oder welche Beeinträchtigung sie haben. Im Rahmen dieser Erstberatung überlegen wir gemeinsam, ob es sinnvoll ist ggf. ein näher gelegenes EUTB-Angebot, andere einschlägige Beratungsangebote oder weitere fachspezifische Institutionen zu beteiligen.

Unser Beratungsangebot hat einen Schwerpunkt im Bereich der schulischen Inklusion. Deshalb kommen immer wieder Betroffene zu uns, die aufgrund ihres sonderpädagogischen Förderbedarfes (Geistige Behinderung oder Lernen) keinen richtigen Schulabschluss machen konnten. (vgl. Nenad und das Recht auf Bildung.: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/die-story/video-ein-schueler-verklagt-den-staat---nenad-und-das-recht-auf-bildung-100.html)    

Hier hat das System der Sonderpädagogischen Förderung versagt. Die Lehrer*innen haben es in diesen Fällen unterlassen den Förderbedarf, wie eigentlich vorgesehen, jährlich zu überprüfen.
In den uns bekannten Fällen haben die Betroffenen inzwischen einen höheren Abschluss erreicht bzw. streben sogar einen universitären Abschluss an.
Hier stellt sich dann mit den Betroffenen die Frage, ob es Sinn macht mit den erlebten und erlittenen schulischen Erfahrungen, die auch traumatisierend waren, an die Öffentlichkeit zu gehen und möglicherweise eine Entschuldigung seitens der Schulbürokratie und vielleicht eine Entschädigung zu erhalten. 
Dies ist selbstverständlich eine Entscheidung auf einer anderen Ebene.